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Pressemitteilung

ÖDP-Trier: Unser fragwürdiger Umgang mit dem kostbaren Gut “Wasser“

Wasser

Aufgrund von Dürreperioden und sinkenden Grundwasserspiegeln gewinnt der bewusste Umgang mit Trinkwasser auch im Landkreis Trier-Saarburg immer mehr an Bedeutung.

Während die Wasserqualität im Kreisgebiet dank strenger Kontrollen der Kreisverwaltung Trier-Saarburg

https://trier-saarburg.de/wasser/

und lokaler Versorger wie den Stadtwerken Trier

https://www.swt.de/seite/unser-swt-trinkwasser

dauerhaft hoch ist, gelten für die Bürger bei Entnahme und Nutzung von Wasser strikte rechtliche und ökologische Vorgaben.

Allein der Umfang und die Normenvielfalt des zugrunde liegenden Landeswassergesetzes

https://www.landesrecht.rlp.de/bsrp/document/jlr-WasGRP2015rahmen

macht klar, wie immens wichtig ein funktionierender Wasserkreislauf für unsere Existenz ist.

Die Untere Wasserbehörde der Kreisverwaltung überwacht die Einhaltung der Regeln, wie z.B.: Das Abpumpen von Wasser aus Bächen, Flüssen oder Quellen mithilfe von elektrischen oder Benzin-Pumpen;

oder den sogenannten erlaubten Gemeingebrauch: Bürger dürfen Wasser aus oberirdischen Gewässern ausschließlich von Hand mit Schöpfgeräten wie Gießkannen oder Eimern entnehmen;

Was die Nutzung von Brunnen angeht, empfiehlt der VSR-Gewässerschutz eigenes Brunnenwasser für den Garten, warnt jedoch vor Verunreinigungen durch Oberflächenwasser nach Starkregen.

https://vsr-gewaesserschutz.de/regionales/rheinland-pfalz-saarland/kreis-trier-saarburg/brunnen

Der VSR-Gewässerschutz e.V. ist eine gemeinnützige Umweltschutzorganisation. Seit 40 Jahren engagiert sich der Verein für das Leben am und im Wasser und setzt sich dafür ein, dass Trinkwasservorräte vor Belastungen geschützt, sowie Artenvielfalt und Lebensräume erhalten werden.

Doch der Klimawandel mit anhaltenden Hitzeperioden fordert seinen Tribut. Verbandsgemeinden wie Saarburg-Kell rufen regelmäßig zu aktivem Wassersparen auf, um die Verteilungssysteme stabil zu halten:

Poolbefüllung einschränken: Große Pools oder Planschbecken sollten an heißen Tagen nicht mit Trinkwasser befüllt werden, um Netzüberlastungen zu vermeiden.

Poolwasser-Entsorgung: Genutztes Poolwasser gilt gesetzlich als Abwasser und muss zwingend über die Kanalisation entsorgt werden. Es darf wegen möglicher chemischer Zusätze nicht einfach im Garten versickern.

Bewässerungsverbote: Das großflächige Beregnen von privaten Grünflächen und Sportplätzen mit Trinkwasser wird bei akuter Knappheit offiziell untersagt.

Um die regionalen Grundwasserreserven in der Eifel und dem Hunsrück langfristig zu schonen, gewinnen Zisternen- und Rückhaltesysteme an Bedeutung.

Herausragend ist das Verbundsystem Westeifel - die sogenannte “Eifel-Pipeline“.

https://www.swt.de/seite/verbundsystem-westeifel

Das sind alles sehr sinnvolle Maßnahmen, aber werden sie in Zukunft ausreichen, um unseren hohen Wasserbedarf zu decken?

Der Umweltcampus Birkenfeld befasst sich intensiv mit Stoffstrommanagement

https://www.umwelt-campus.de/forschung/institute/institut-fuer-angewandtes-stoffstrommanagement-ifas

meint den „intelligenten, ressourceneffizienter Umgang mit Stoffen und Stoffströmen, als das Rückgrat einer nachhaltigen Gesellschaft.“ Hier ist man überzeugt, dass es „nicht an technischen Voraussetzungen mangelt“, um Stoffströme (wie den Kreislauf unseres Brauchwassers) zu optimieren, sondern dass es eine Frage des klugen Managements ist.

Zumindest fragwürdig ist doch die Tatsache, dass wir bedenkenlos täglich mit ca. 30% unseres Haushaltstrinkwassers die Toilette spülen, obwohl es seit Jahrzehnten Forschungsprojekte für Regenwasser- und Grauwasser-Toilettenspülung gibt.

https://www.baunetzwissen.de/bad-und-sanitaer/fachwissen/abwasser---grauwasser/regenwassernutzung-172802

Genauso könnten wir auch den alltäglichen Umgang mit unserer kostbarsten Ressource optimieren, indem wir regional und saisonal einkaufen, weniger Fleisch essen, auf Fastfashion verzichten, die Sparprogramme der Waschmaschine nutzen… Das Umweltbundesamt gibt wertvolle Tipps:

https://www.umweltbundesamt.de/themen/wassersparen-im-alltag?utm_source=copilot.com

Fazit der ÖDP-Trier: Unsere Versorgung ist derzeit gesichert, aber ein verantwortungsbewusster Umgang mit dem wertvollen Element “Wasser“ sähe deutlich anders aus und ist eine Herausforderung, der sich jeder Einzelne von uns mit Blick auf die Zukunft unbedingt stellen muss.

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