Pressemitteilung
ÖDP-Trier: Verantwortungsvolle Jagd ist regionale Wertschöpfung
Der kürzlich in einem Artikel des Trierischen Volksfreund
https://www.volksfreund.de/region/mosel-wittlich-hunsrueck/jagdpaechter-warnt-vor_aid-143770967
veröffentlichte Appell eines regionalen Jagdpächters hat auch die ÖDP-Trier alarmiert.
Deren Vorsitzender und selbständiger Forstsachverständige, Andreas Matt, zeigt sich besorgt:
„Jagd ist ein zentraler Bestandteil des Naturschutzes und der Waldpflege. Sie funktioniert nur dann nachhaltig, wenn Jäger regelmäßig im Revier präsent sind, die lokalen Gegebenheiten kennen und eng mit Forstexperten, Landwirtschaft und Gemeinden zusammenarbeiten.“
Ob dies durch Pächter aus entfernten Bundesländern oder sogar dem Ausland gegeben wäre, sei fraglich.
„Unkontrollierte Wildbestände sind auch ein großes Problem für den gesamten Naturhaushalt. So fressen beispielsweise Rehe selektiv die für sie schmackhafteren und nährstoffreicheren Nutzholzarten wie Eiche und Ahorn, die wir dringend für einen vielfältigen und klimaresistenten Wald brauchen, lassen aber die standortfremden Fichten ungeschoren stehen, wodurch diese sich dann immer wieder durchsetzen können und zu den bekannten Problemen artenarmer Wälder aus nicht angepassten Baumarten führen.“
Die ÖDP setzt sich aktiv für den Artenschutz und vor allem für den Erhalt heimischer Tier- und Pflanzenarten ein.
„Natürlich dürfen auch die wirtschaftlichen Interessen der Jagdgenossenschaften und Gemeinden nicht außer Acht gelassen werden,“ so eine ÖDP-Sprecherin, „aber gerade durch eine Verpachtung an auswärtige Bieter geht die regionale Wertschöpfung verloren!“
Lokale Jäger sind traditionell auch eng in die Gemeinden eingebunden, unterstützen regionale Betriebe und übernehmen zahlreiche ehrenamtliche Aufgaben – von der Biotoppflege bis zur Wildunfallhilfe.
"Viele Gemeinden und private Waldbesitzer wissen gar nicht, wieviel Wertverlust ihnen durch Verbiss und Schäle auf lange Sicht in ihrem Wald tatsächlich entsteht und in der Regel nicht komplett ersetzt wird,“ erklärt der Forstsachverständige Andreas Matt. „Daher ist es oft viel wirtschaftlicher, einen Pächter zu nehmen, der den Wildbestand wirklich unter Kontrolle hat, selbst wenn ein anderer kurzfristig höhere Pachteinnahmen verspricht.“
Die ÖDP hofft, dass das im Volksfreund-Artikel benannte Beispiel aus der Gemeinde Plein keine Schule macht und in Zukunft achtsam zwischen kurzfristigem Profit und langfristigen Folgen für Mensch und Natur abgewogen wird - zugunsten des Gemeinwohls.
